Die deutsch-englische Ärztevereinigung wurde 1959 von deutschen und englischen Ärzten und Hochschullehrern in dem Bestreben gegründet, die durch den Zweiten Weltkrieg auch innerhalb der jeweiligen Ärzteschaft abgekühlten Beziehungen zwischen Deutschland und England wieder mit neuem Leben zu füllen.
Seitdem finden jeweils Anfang September wissenschaftliche Tagungen, jährlich abwechselnd in deutschen und englischen Städten statt, die ein breites Spektrum medizinischer Probleme unter dem speziellen Blickwinkel des jeweiligen Landes abhandeln.
Neben
rein fachlichen Themen der praktisch-klinischen Medizin stehen dabei
immer auch Fragen der Gesundheitspolitik, der Struktur und Organisation
des jeweiligen Gesundheitswesens und der Ausbildung zum Arzt auf der
Tagesordnung.
Neben dem fachlichen Austausch sind die
dreitägigen Tagungen aber auch immer ein Anlaß, eine deutsche oder
englische Stadt durch Besichtigungen und Vorträge kennenzulernen.
Aus
den regelmäßigen Treffen haben sich in einigen Fällen über die
beruflichen Begegnungen hinaus auch schon viele Freundschaften
entwickelt. Die deutsch-englische Ärztevereinigung versteht sich als
ein Forum, das Brücken zwischen den Ländern bauen will. Unser gemeinsames Fach, die Medizin, ist ein gutes Fundament für diese Brücken.
Die
Entwicklung der vergangenen Jahre auf dem deutschen Arbeitsmarkt für Mediziner hat
der deutsch- englischen Ärztevereinigung fast unerwartet einen neuen
Aspekt verliehen. Eine wachsende Zahl junger deutscher Ärzte versuchte,
in England einen Einstieg in die medizinische Laufbahn zu finden. Inzwischen hat sich jedoch auch in Großbritannien die Arbeitsmarktlage deutlich verschlechtert.
Allerdings hat die klinische Ausbildung in England weiterhin einen hervorragenden Ruf.
Durch diese Entwicklung haben sich die Kontakte mit England ganz
plötzlich schlagartig vermehrt. Leider funktioniert der Austausch
bislang noch als Einbahnstraße, da junge englische Ärzte aus vielerlei
Gründen kaum nach Deutschland kommen.
Jeder junge Arzt mit Erfahrungen in England ist aber ein
Kristallisationspunkt, der zum Knoten eines immer dichter werdenden
Netzwerks von beruflichen und privaten Kontakten zwischen beiden
Ländern werden kann und sollte.
Die deutsch-englische Ärztevereinigung möchte ein Forum
sein, um diese Beziehungen möglichst lange und auch nach dem Verlassen
des Landes zu pflegen. Auf diese Weise leisten Ärzte einen Beitrag zur
europäischen Einigung.











